Die ersten paar Monate waren ganz schön erfolglos, was meine Geschichte anging. Meine erste Idee, ganz am Anfang, war ein Buch über Mücken, Füchse und Frösche zu schreiben. Ich wollte ein Landtier, ein Lufttier und ein Wassertier.
Es sollte keine Geschichte werden, eher eine Doku. Die Idee wurde schnell verworfen, denn ich fand Dokus eigentlich eher langweilig, doch für echte Geschichten war ich immer zu haben. Also entschied ich mich dazu, einen dicken, fetten, Roman zu schreiben. Ich dachte zuerst an Füchse, und fantasy im Wald, doch das war mir dann zu kitschig, und ich kam auf Hammerhaie.
Meine große Schwester hatte mir vor vielen Jahren mal einen Anhänger mit einem kleinem, silbernen Hammerhai geschenkt. Den fand ich beim Aufräumen wieder und musste an mein Buch denken.
Von da an recherchierte ich viel bei Wikipedia, und schrieb alles auf, was mir wichtig vorkam. Ich wollte, dass die Geschichte von Hammerhai Wandlern handelte und eine fantasy Geschichte für Teenager wurde. Ich malte einen großen Hammerhai auf ein Plakat, und schrieb alle Informationen drumherum, denn ich wollte etwas handfestes.
Bei den Jahresarbeit Treffen wo ich von meiner eigenen Geschichte erzählen konnte, und hören durfte wie es bei den anderen so lief, schöpfte ich neue Hoffnung und startete nochmal von vorne. Jetzt hatte ich einen festen Charakter, eine „Maria Romano“, aus Italien. Sie sollte die Rolle der Freundin von der Mutter spielen. Der neue Anfang war eine Szene im Café, doch diesmal war ich damit zufrieden. Ich wollte darauf aufbauen, doch mir fehlte es an Inspiration.
Nach dem Rat von meinem Vater, dachte ich mir selber eine Stadt aus, wo die Geschichte spielen sollte. Er sagte auch, dass ich aus Sohland, (das Dorf in dem ich lebe) ein paar Sachen in die Stadt in meiner Geschichte packen könnte.
Ich nahm das „Dorfcafé“ dass es in Sohland gibt, und verwandelte es in ein „Hafencafé“.
Jetzt hatte ich auch wieder einen neuen Anfang geschrieben, aber diesen Anfang fand ich von meinen bisherigen am besten.
Es wurde auch der längste von allen. Drei Seiten. Doch jetzt habe ich (hoffentlich) genug Inspiration um noch weiter zu Schreiben.
Meine große Schwester, (die, die mir den Hammerhai geschenkt hat), war zu Besuch da und hat mir ein paar coole Ideen gegeben. Ich war nämlich nicht sonderlich glücklich mit meiner „Organisation.“ Ich wusste nicht was sie machen sollte, und ich wusste nicht wirklich wie sie funktionierte. Meine Schwester hatte die Idee, dass Sophies Mutter, die ich jetzt Emily genannt habe, und ihre Organisation etwas mit Walen zu tun haben könnte. Sie erzählte mir, dass Wale so eine Art wandelnde Bibliothek sind, so voller Wissen und Geschichten, dass sie für meine Geschichte perfekte wären. So wechselte ich von Hammerhaien zu Walen.
Ich benutzte auch ab und zu meine Tafel, um manche Sachen etwas größer zu Schreiben. Doch meistens Arbeitete ich am Computer.
Ich versuchte so oft zu Schreiben wie möglich, und immer wenn ich Inspiration hatte, brachte ich sie schnell in die Geschichte. Ich hatte jetzt festgelegt, dass es in meiner Geschichte um Buckelwale ging, und um keine andere Wale. Nachdem ich noch ein bisschen mehr nachgeschaut hatte, war ich richtig froh, dass ich Buckelwale genommen hatte. Sie sind nämlich, alles in allem, perfekt für die Geschichte.
Buckelwale sind bekannt dafür, viel Zeit an der Wasseroberfläche zu verbringen. Männchen können ziemlich komplexe Lieder produzieren, die bis zu 33 Minuten lang werden können. Die Wale sind extrem intelligent, und ihr einziger Feind ist der Orca, und der Mensch. Buckelwale sind für ihre Sanfte Natur bekannt, und haben nie einen Menschen angegriffen wenn sie nicht von ihm provoziert wurden.
All das schien mir für die Geschichte perfekt. Die Organisation arbeitete mit Buckelwalen, weil sie nicht in Vergessenheit geraten wollten. Ich war kurz vor der großen Reise die Sophie machen musste, und ich wusste überhaupt nicht was passieren sollte. Doch bis jetzt hatte ich fast immer Inspiration wenn ich zu Stellen wie diesen gekommen war. Ich dachte mir die Geschichte aus, während ich sie schrieb. Ich weiß selbst jetzt nicht was als nächstes kommt. Aber eine grobe Idee habe ich schon: Die Hüterinnen, (die Organisation), fliehen in einem kleinen Schiff und landen auf einer Insel. Die Bösen, (die Balaena, das heißt Walfänger auf Latein), kommen und greifen an. Kampf, Tod, Liebe und so weiter, und dann ein Happy End.
Aber wie genau ich das gestalten soll, weiß ich noch nicht. Aber irgendwie wird es schon gehen. Momentan bin ich optimistisch… Ich werde jetzt, glaube ich erst mal eine kleine Pause vom Schreiben machen, denn ich muss neue Charaktere entwickeln, die genau jetzt in die Geschichte kommen sollen. Es sind sieben Hüterinnen, zwei davon muss ich nicht machen denn die sind Maria und Sophie. Doch selbst mit nur fünf, finde ich es schwer die individuellen Charaktere raus zu suchen. Doch ich habe immer die Menschen um mich, von denen ich mich inspirieren lassen kann. Charlotte, zum Beispiel ist von meiner besten Freundin inspiriert worden. Ich bin Sophie.

